{"id":200,"date":"2015-11-12T00:59:55","date_gmt":"2015-11-11T23:59:55","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/?p=200"},"modified":"2015-12-10T01:36:32","modified_gmt":"2015-12-10T00:36:32","slug":"problematik-bronzebrunnenreinigung-entfernung-von-auflagen-auf-bronzeguessen-durch-trockeneisstrahlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/?p=200","title":{"rendered":"Restauro: Problematik Bronzebrunnenreinigung:"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Entfernung von Auflagen auf Bronzeg\u00fcssen durch Trockeneisstrahlen, ein Fallbeispiel zur Methode:<\/h1>\n<p>Nowak Restaurierungen ist ein europaweit t\u00e4tiges Unternehmen, welches im konservatorischen Bereich f\u00fcr den Erhalt von Kulturg\u00fctern t\u00e4tig ist. Das Leistungsspektrum umfasst nahezu alle Gebiete der klassischen Restaurierung. Metall-, Keramik oder Glas- Restaurierung \u2013 Denkmalpflegen sowie Regierungspr\u00e4sidien der L\u00e4nder, Landkreise, Kommunen und private Sammler wenden sich an Nowak Restaurierungen.<br \/>\nDie Firma Nowak Restaurierungen arbeitet nach den Grunds\u00e4tzen der Carta von Venedig, die sich um den Erhalt von Kulturgut in ganzheitlicher Sicht bem\u00fcht. Die Erhaltung steht im Vordergrund. Sch\u00e4dliche Verfahren und Belastungen f\u00fcr die Objekte zu vermeiden hat Vorrang.<br \/>\nStandort der zu behandelnden Objekte ist die malerische Altstadt von Wangen im Allg\u00e4u. Die \u00fcber die gesamte Altstadt verteilten K\u00fcnstlerbrunnen sind teil der Touristischen Attraktionsreihe. Vom historischen Trog bis zum Wasser speienden B\u00fcrgermeister \u2013 \u00fcberall in der Stadt pl\u00e4tschert es aus den kunstvollen Wasserlieferanten. Deshalb gilt Wangen auch als \u201eStadt der sch\u00f6nen Brunnen\u201c. Sie werden mit eigenen \u201eBrunnenf\u00fchrungen\u201c beworben.<\/p>\n<p>Die von K\u00fcnstlern gefertigten Figuralbrunnen hatten lange Zeit nur wenig konservatorischen Beistand gehabt und setzten verschiedenerlei Auflagen und Krusten an. Um diese Auflagerungen zu entfernen wurden bislang mechanische, abrassive und, oder nasschemische Verfahren zur Anwendung gebracht. Diese Arbeiten f\u00fchrten meist nur mittelfristig zu einer Verbesserung des Aussehens. Sach- und Fachkundige Konservierungskonzepte wurden bislang nicht strukturiert durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDieser Bericht wird die bearbeitete Objektgruppe j\u00fcngerer Kunst- Kulturobjekte aus Bronze in der Konzeptdurchf\u00fchrung mit schonender Freilegung zeigen.<br \/>\nZiel war und ist es in R\u00fccksprache mit den K\u00fcnstlern die k\u00fcnstlerische Aussagekraft und das allgemeine Erscheinungsbild wieder in neuer \/ alter Sch\u00e4rfe zu zeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Die Vorabsituation an den Objekten in der \u00dcbersicht:<\/h2>\n<p>Im hier dargelegten Projekt handelt es sich um kulturelle\/k\u00fcnstlerisch gefertigte Skulpturen, Plastiken und Brunnen, deren Aussagekraft durch Auflagen verf\u00e4lscht wurde.<br \/>\nHerkunft der Auflagen:<br \/>\nDas Trinkwasser im Stadtgebiet entstammt aus dem Grundwasserpumpwerk Oflings, der Quelle Rempen sowie aus Wasserlieferung des Zweckverband Wasserversorgung Handwerksgruppe.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Wasserh\u00e4rte liegt zwischen 15\u00b0 und 17\u00b0 dH und entspricht dem H\u00e4rtebereich 3.<\/li>\n<li>Die ermittelten Nitratwerte liegen weit unterhalb des nach der Trinkwasserverordnung zul\u00e4ssigen Grenzwertes von 50 mg\/l.<\/li>\n<li>Es enth\u00e4lt keine Schadstoffr\u00fcckst\u00e4nde aus Sch\u00e4dlings- und Pflanzenbehandlungsmitteln und ist in dem Versorgungsgebiet von so hoher Qualit\u00e4t, dass es ohne Vorbehandlung an die Verbraucher abgegeben werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>So ist nach zu vollziehen, dass die Objekte durch teilweise millimeterdicke Kalk- und Mineralische Aufsinterungen in Verbindung mit mikrobiologischen Krusten, wie Algen und Moosen belegt waren.<\/p>\n<p>Auch die Einwirkung von Vogel Kot und den Zersetzungsprodukten von Laub und Vegetabilien hatten den Objekten seit Jahren zugesetzt. Spaltkorrosion trat vornehmlich in Bereich von Mikrorissen und Schwei\u00dfn\u00e4hten auf. Kontaktkorrosion wurde bei aufgelagerten Tierexkremente und Baumbl\u00e4ttern beobachtet. Die Wirkung der Spaltkorrosion zeigte sich beim Amtschimmelbrunnen im Zusammenhalt entlang von Schwei\u00dfn\u00e4hte. Entlang der einzelnen Gusssegmente wurden neben Spaltkorrosion auch Spannungsrisse nach der Reinigung sichtbar.<br \/>\nHingegen die Fl\u00e4chen- bzw. Kontaktkorrosion f\u00fchrte nach der Freilegung meist nur zu einer Fleckigen und andersfarbigen Patina. Tiefere Aussch\u00fcrfungen zeigten sich nur in Ausnahmef\u00e4llen.<br \/>\nDas sehr kalkhaltige Wangener Wasser ist bei fast allen Objekten der Grund f\u00fcr die Kalksinterauflagen. Die dunkle Bronzepatina f\u00fchrte zu einem Aufheizen der Objekte in der Sonne, sodass die Verdunstung des Wassers zu den schnell wachsenden Kalksinterauflagen f\u00fchrte.<br \/>\nVereinzelt waren durch Vandalismus wie Graffiti Sprayer oder Farbbeutel die Oberfl\u00e4chen belegt. Insbesondere an unzug\u00e4nglicheren Bereichen fanden sich noch zur\u00fcckgebliebene Farbreste die bei einer Behelfsreinigung durch Hochdruckreiniger zur\u00fcckgeblieben waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Allgemeine Auf- \/ Zielvorgaben<\/h2>\n<p>Die drei Brunnen sollten ohne Chemie, ohne weitere Besch\u00e4digungen bei Erhaltung der Patina m\u00f6glichst umweltfreundlich gereinigt werden. Nasschemische Verfahren waren wegen der Umweltvertr\u00e4glichkeit durch abs\u00e4uern und den dabei erhaltenen Eintrag von S\u00e4uren und Metallsalzl\u00f6sungen ins Abwasser untragbar. Auch die gesundheitssch\u00e4dlichen Chemikalien &amp; Gefahrenstoffe h\u00e4tten erh\u00f6hte Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Mitarbeiter (wie z.B. langwierige Einsatzzeiten unter Schutzkleidung) &amp; Passanten bedeutet.<br \/>\nBeim Sandstrahlen bestand die Gefahr, dass durch das abrassive Strahlen an der Oberfl\u00e4che beste Voraussetzungen zum Anhaften neuer Algen und Kalksinter geschaffen werden. Gleichzeitig besch\u00e4digen und verfremden diese Strahlverfahren die Ausdruckskraft der Figuren.<br \/>\n\u201eWir suchten nach einem Verfahren, bei dem die Brunnen mit Ihren filigranen Figuren nicht besch\u00e4digt werden und trotzdem eine kraftvolle Reinigung der fest anhaftenden Verkrustungen stattfinden konnte.<\/p>\n<p>Die Anforderungen der Objekte zur Erhaltung geben vor, welche Variante die schonendste sein kann und m\u00f6glicherweise am effektivsten hinsichtlich der wirtschaftlichen Umsetzung ist. Kommunalverwaltungen legen aktuell Wert auf reduzierte Emmissionen von Schadstoffen und anderen Belastungen f\u00fcr die B\u00fcrger.<\/p>\n<p>-die zu behandelnde Spalt- und Kontaktkorrosion die durch Vogel Kot, Zersetzungsprozesse und aufliegendes Laub voranschritten, sollten unterbunden werden. Ein Versiegelnder Schluss\u00fcberzug musste her.<br \/>\n-Der abschlie\u00dfende \u00dcberzug durch den Auf- \/Eintrag von mikrokristallinem Wachs am Bronzeguss sollte pr\u00e4ventiv die erneute Ansiedelung von Auflagen verringern und zu einer entkoppelnden Trennschicht f\u00fchren.<\/p>\n<p>Objekthintergr\u00fcnde und Zustandsbeschreibung:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1. Der Badstuben- oder Kopfw\u00e4scherbrunnen:<\/h3>\n<p>Der Badstuben- oder Kopfw\u00e4sche-Brunnen erinnert an eine der ehemaligen Badstuben der Reichsstadt. Er steht an der Stadtmauer am Argenufer vor dem ehemaligen Badstubengeb\u00e4ude und geh\u00f6rt zu den Figurenbrunnen in der Stadt. Die Brunnenplastik zeigt eine resolute Frau, die dem sich sperrenden Mann &#8222;den Kopf w\u00e4scht&#8220;. Der Brunnenwurde 1993 von Gisela Steimle aus Bad Urach-Sirchingen geschaffen.<\/p>\n<p>Der allgemeine Zustand des Kopfw\u00e4scherbrunnen, hatte bei vormaligen Reinigungen durch andere Firmen eine abrassive Reinigung \u00fcber sich ergehen lassen m\u00fcssen. Das Abtragen der Auflagen durch Sandstrahlen mit Rubinstrahlgut, und auch nasschemische Verfahren und mechanische Abtragungen, hatte die \u201eoriginale Gu\u00dfhaut\u201c und Oberfl\u00e4che verletzt. Insbesondere erhabene Partien der Skulptur hatten eine Unsch\u00e4rfe und porig zerschossene Oberfl\u00e4che durch das Strahlgut bekommen.<br \/>\nAuf diesen stark strukturierten und neu modellierten Bereichen der Figurengruppe fanden Algen und Kalkaufsinterungen schnell und guten Halt.<br \/>\nNach nur zwei Jahren wurde eine erneute Reinigung und \u00dcberarbeitung der Oberfl\u00e4chen notwendig geworden. Die Revision dieses in seiner Gu\u00dfhaut ver\u00e4nderten Brunnens ging sogar \u00fcber eine Reinigung hinaus. Die verletzten Partien sollten nach R\u00fccksprache mit der K\u00fcnstlerin Frau Steimle, partiell, via Polierstahl modellierend nachverdichtet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>2. Eselbrunnen oder Aesopbrunnen<\/h3>\n<p>Der Esel-Brunnen vor dem Gasthof &#8222;Stiefel&#8220; am Eselberg bei der Eselm\u00fchle erinnert an eine Fabel des griechischen Dichters Aesop, in der ein Esel eine wichtige Rolle spielt. Die Geschichte erz\u00e4hlt von einem Bauern, seinem Sohn und einem Esel, die zun\u00e4chst alle drei nebeneinander her zum Markt gehen. Unterwegs treffen sie verschiedene Zeitgenossen, die allerlei Ratschl\u00e4ge auf Lager haben.<br \/>\nZuerst macht man sich \u00fcber den Bauern und seinen Sohn lustig, weil sie den Esel nicht als Reittier benutzen. Als der Sohn reitet, kriegt er von Passanten einiges zu h\u00f6ren, weil er seinen armen alten Vater laufen l\u00e4sst. Vater und Sohn tauschen daraufhin die Pl\u00e4tze, mit dem Erfolg, dass der Vater diesmal die Vorw\u00fcrfe einstecken muss, weil er seinem kleinen Buben den Fu\u00dfmarsch zumutet und es sich selber bequem macht.<br \/>\nAls dann beide auf dem Esel reiten, kreuzen ausgerechnet einige Tierfreunde ihren Weg, die sich f\u00fcr den ihrer Ansicht nach \u00fcberlasteten Esel stark machen. Was dazu f\u00fchrt, dass Vater und Sohn schlie\u00dflich den Esel zum Markt tragen. Da sie auf dem Nachhauseweg nicht zugleich den Esel und die erstandenen Getreides\u00e4cke huckepack nehmen wollen, verkaufen sie schlie\u00dflich das Tier. Der Figurenbrunnen wurde im Oktober 1985 \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Dieser Brunnen wurde seit \u00fcber 20 Jahren keiner Grundrevision unterzogen, sodass am Sockel 4-6 mm dicke Kalksinterauflagen die Bronze verh\u00fcllten. Anders als beim Kopfw\u00e4scherbrunnen lag an der Basis und auch an der S\u00e4ule hatte eine vornehmlich glatte und wenig porige Bronze im Untergrund vor.<br \/>\nIm oberen Bereich, der Figurengruppen war durch die Bedienung der drehbaren Figuren bei nur geringen Leitungswassereintrag wenig Auflagen von Kalksinter zu finden. Jedoch zeigte sich im oberen Bereich die jahrelange Einwirkung von Vogelkot und den Zersetzungsprozessen von eingetragenem Laub.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>3. Amtsschimmel Brunnen<\/h3>\n<p>Der Amtsschimmel-Brunnen steht auf dem Vorplatz des Landratsamtes in der Lindauer Stra\u00dfe. Er war der erste der sechs Figurenbrunnen, die heute das Bild der Stadt Wangen zieren. Bei der Einweihung 1984 bezeichnete ihn der damalige Ravensburger Landrat, Dr. Guntram Blaser, als &#8222;Beitrag zur Selbstironie der B\u00fcrokratie&#8220;.<br \/>\nDas Kunstwerk des Aachener Bildhauers Bonifatius Stirnberg stellt ein auf einem Stapel von Akten und Ordnern schwebendes Pferd dar, das einen Wasserstrahl auf charakteristische Figuren wie den Dorfb\u00fcttel, den Oberamtsrat, die Bauersfrau, den Pfarrer, den jungen Brunnenhocker und auf die Stadtfrau mit ihrem Kind ergie\u00dft.<br \/>\nAlle Figuren sind beweglich. Er ist ein &#8222;Brunnen zum Anfassen&#8220;. Die Gelenke an Hals und Armen sind aus Edelstahl angefertigt. Der Brunnen steht bei einem Gewicht von 1,5 Tonnen fest auf dem Boden und bringt damit so viel auf die Waage wie 20 Beamte und 600 gef\u00fcllte Aktenordner.<br \/>\nDie Definition Amtsschimmel ist umstritten. Ob der Begriff von der Feuchtigkeit herr\u00fchrt, die in fr\u00fcheren Amtsstuben zu herrschen pflegte und sich auf den Akten nach langer Lagerung oder durch zu lange Bearbeitung der sogenannte Amtsschimmel bildete, oder ob da der Beamte gemeint ist, der immer wiederkehrende Angelegenheiten stets nach dem gleichen Schema, einem &#8222;Simile&#8220;, erledigte und deswegen Schimmelreiter genannt wurde, steht dahin.<\/p>\n<p>Auch dieser wies, \u00e4hnlich wie bei den anderen beiden Brunnen, Ablagerungen von Kalkaufsinterungen und Algen vor. Kein Schimmel, sondern Kalksinter.!!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Reinigung \/ Freilegung:<\/h3>\n<p>Funktion der Methode Trockeneisreinigen:<\/p>\n<p>und dem termischen Effekt zerst\u00f6ren die Verbindung des Schmutzes mit der Materialoberfl\u00e4che und l\u00f6sen die Verunreinigungen heraus. Anders als beim Strahlen mit anderen Medien, hinterl\u00e4sst die Trockeneisreinigung keinen Sekund\u00e4rabfall, da die Trockeneispartikel beim Aufprall in die Umgebungsluft sublimieren und somit vom Zustand \u00fcber gehen. Kosten und Umweltauswirkungen der Sekund\u00e4rabfallaufbereitung und \u2013entsorgung werden eliminiert. Die Trockeneisreinigung ist umweltfreundlich, sicher und ungiftig, verursacht keine chemische Kontamination und reduziert oder eliminiert die Aussetzung des Arbeiters an gef\u00e4hrlichen Chemikalien oder Reinigungsmitteln.<\/p>\n<p>Vorgehensweise:<br \/>\nMehrere Auflagenarten konnten mit nur dieser einen Methode entfernt werden. Mikrobiologische und organische Auflagen wie Algen, Moose, Bakterienteppiche waren leicht zu reinigen. Auch Kalsinterauflagen wurden im selben Arbeitsgang entfernt.<br \/>\nDer Kopfw\u00e4scherbrunnen sowie der Aesop-Brunnen, wurden \u00f6rtlich demontiert um deren Funktionsweise technisch zu \u00fcberarbeiten. Im st\u00e4dtischen Bauhof wurden die technischen Defekte der Brunnen behoben. Danach erfolgte die Reinigung.<br \/>\nDer gesamte Amtschimmelbrunnen mit zahlreichen Figuren musste jedoch vor Ort gereinigt werden. Dieser Brunnen w\u00e4re auch nur schwer demontierbar gewesen.<\/p>\n<p>Nach der Befreiung von Algen, Moosen und Kalk mit dem Trockeneisstrahlger\u00e4t wurde offensichtlich, dass partielle Nachpatinierungen metallisch gl\u00e4nzenden Bereiche folgen musste. Diese Bereiche entstanden durch einer Art Pseudoamorphe Symbiose zwischen der Korrosion der Bronzepatina und der Kalksinterung, welche untrennbar ineinander hingen und bis auf die Oberfl\u00e4che entfernt wurden. Die Gusshaut blieb hierbei unverletzt.<\/p>\n<p>Das Trockeneisreinigungssystem ohne abrasive Medien in Form von recyceltem CO2 Pellets welche die Oberfl\u00e4chen nicht besch\u00e4digen, konnten die Skulpturen hervorragend frei legen. Die Kombination aus gut regulierbarem Stahldruck, Strahlgutmenge und kinetischer Aufprallenergie durch den Einsatz der MERN- D\u00fcsentechnologie von der Firma Coldjet, waren neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr diese Freilegungsmethode.<\/p>\n<p>Ausgezeichnet haben sich bei diesem Projekt die Vielzahl an verschiedenen D\u00fcsen f\u00fcr unterschiedliche Einsatz- und Anwendungsbereiche genauso wie die patentierte MERN-Technologie die es m\u00f6glich machte durch die einfache Bedienung eines Hebels mehrstufig die Gr\u00f6\u00dfe der Pellets zu bestimmen, bis zum Schlu\u00df nur noch feine Partikel aus der D\u00fcse austraten. Somit kann man mit nur einer D\u00fcse hartn\u00e4ckige Verschmutzungen entfernen oder sensible Reinigungen durchf\u00fchren. Die Systeme von Coldjet sind nicht nur bei Bedienung und Transport leicht zu bedienen, sondern auch robust und bietet eine hohe Flexibilit\u00e4t in den Anwendungsbereichen durch eine Vielzahl an D\u00fcsen und Applikatoren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Die Ergebnisse<\/h2>\n<p>Die Reinigung Die Schlu\u00dfbehandlung mit Nachpatinierung und Schutz\u00fcberzug mit Wachs, wurde \u00e4hnlich dem des Kopfw\u00e4scherbrunnens durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Mit einem sch\u00fctzenden Schlu\u00df\u00fcberzug aus Wachs wurde die Reinigung, Freilegung und Konservierung abgeschlossen.<\/p>\n<p>Die Kalkulation im engen Zeitfenster der Restaurierungen dieser Objekte konnte nur mit Hilfe von Cold Jet\u2019s Trockeneisstrahlsystemen umgesetzt werden. Alle mikrobiologischen Auflagen und Vogelkot wurden restlos entfernt. Die filigranen Details der Brunnenfiguren konnten erhalten bleiben. Selbst kleinste Konturen wie St\u00e4be oder Faltenw\u00fcrfe in der Kleidung der Figuren wurden restlos ges\u00e4ubert.<br \/>\n\u201eWir konnten mit 2 Mitarbeitern und den Ger\u00e4tschaften von Cold Jet realistisch gesehen etwa 20 % des Stundenaufwandes reduzieren.\u201c sagt Nowak. \u201eNat\u00fcrlich wurden die anderen Verfahren auch kontrolliert angewandt . Besser war es jedoch mit den Strahlger\u00e4ten von Cold Jet, da die metallische Chemie\/ Patina nicht angegriffen wurde und nicht g\u00e4nzlich nachpatiniert werden musste.\u201c Bei den hier gezeigten Bronzebrunnen konnten die Vorz\u00fcge der Trockeneisreinigung (kein Sekund\u00e4rabfall, schonende und dennoch z\u00fcgige sowie saubere Reinigung, vielseitige Einsetzbarkeit dieses Verfahrens und Ger\u00e4tes) maximal genutzt werden und die einmaligen Objekte schonend gereinigt werden.<br \/>\nBesonders haben Herr Nowak die genaue Einstellbarkeit von Strahldruck, die feine Dosierbarkeit des Strahlmediums und die Vielzahl an D\u00fcsenformen f\u00fcr Sonderanwendungen gefallen. Besonders wichtig war die Cold Jet MERN-D\u00fcse, da auf den Brunnenoberfl\u00e4chen, verschiedene Oberfl\u00e4chenarten vorhanden waren. Durch die patentierte MERN-Technologie war es m\u00f6glich anhand eines Hebels mehrstufig die Gr\u00f6\u00dfe der Pellets zu bestimmen, bis zum Schlu\u00df nur noch feine Partikel aus der D\u00fcse austraten. Somit kann man mit nur einer D\u00fcse hartn\u00e4ckige Verschmutzungen entfernen oder sensible Reinigungen durchf\u00fchren. Die Wahl ist auch auf Cold Jet gefallen, weil die Systeme einfach zu bedienen sind, leicht zu transportieren, robust und eine hohe Flexibilit\u00e4t in den Anwendungsbereichen durch eine Vielzahl an D\u00fcsen und Applikatoren bieten.<br \/>\nDirk Nowak fasst zusammen: \u201eDie Ger\u00e4te von Cold Jet sind nicht gerade g\u00fcnstig, jedoch die Flexibilit\u00e4t mit Sonderd\u00fcsen und Applikatorenvarianten machen die Produkte von Cold Jet f\u00fcr uns besonders und in Ihrer Art unverzichtbar. Die zuverl\u00e4ssige Lieferung, termingerecht mit einsatzbereitem Ger\u00e4t und Einweisung gleich zum Anfang hat mich beeindruckt und \u00fcberzeugt, nicht nur das richtige Ger\u00e4t, sondern auch den richtigen Partner in meiner N\u00e4he zu haben. Wir planen bereits weitere Projekte mit Cold Jet Trockeneissystemen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Entfernung von Auflagen auf Bronzeg\u00fcssen durch Trockeneisstrahlen, ein Fallbeispiel zur Methode: Nowak Restaurierungen ist ein europaweit t\u00e4tiges Unternehmen, welches im konservatorischen Bereich f\u00fcr den Erhalt von Kulturg\u00fctern t\u00e4tig ist. Das Leistungsspektrum umfasst nahezu alle Gebiete der klassischen Restaurierung. Metall-, Keramik oder Glas- Restaurierung \u2013 Denkmalpflegen sowie Regierungspr\u00e4sidien der L\u00e4nder, Landkreise, Kommunen und private Sammler wenden sich an Nowak Restaurierungen&#8230;. <a href=\"http:\/\/wp.dirknowak.de\/?p=200\">weiterlesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":201,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2,7,4],"tags":[],"class_list":["post-200","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-fachartikel","category-projekte"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=200"}],"version-history":[{"count":11,"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/200\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":217,"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/200\/revisions\/217"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/201"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.dirknowak.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}